Ein Bericht von Florian Koch
Bad Driburg, 19.10.2015

Die Herbstferien sind für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr immer etwas ganz besonderes: Es geht nämlich jedes Jahr in eine deutsche Großstadt auf Lehrfahrt. In diesem Jahr fuhren die Jugendlichen in die Rheinmetropole Köln.
Früh morgens rollte der Bus am Montag, den 5.10. vor dem Feuerwehrgerätehaus los und fuhr in Richtung Westen. Nach einer Frühstückspause und weiterer Fahrt erreichte die Reisegruppe den Braunkohletagebau Garzweiler. Die RWE gab ihr die Möglichkeit, die riesige Grube einmal aus nächster Nähe zu sehen und die gigantischen Bagger zu betrachten. Um Ihnen eine Vorstellung zu verschaffen ein Beispiel: In einem ausrangierten Teil des Schaufelrades machte die Jugendfeuerwehr ein Gruppenfoto mit 26 Personen. Nachdem unter anderem die zahlreichen Bagger, Fließbänder und die werkseigene Feuerwehr gesehen wurde, fuhr der Bus zunächst in ein Dorf, in dem niemand mehr lebt. Es wird in den nächsten Wochen dem Erdboden gleich gemacht und dem Tagebau zum Opfer fallen. Anschließend sah die Jugendfeuerwehr ein Dorf, dessen Einwohner ebenfalls umsiedeln und dieses neue Dorf gründen mussten. Mit vielen Informationen und Eindrücken im Gepäck ging die Fahrt weiter nach Köln. Bevor das erste Abendessen in der Jugendherberge Köln-Riehl eingenommen wurde, mussten die Zimmer bezogen werden. Den Abend nutzte die Gruppe, um das Umfeld der Herberge zu erkunden und den Rhein zu sehen.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Feuerwehr. Morgens besichtigten die 10-18-Jährigen das Feuerlöschboot der Stadt Düsseldorf. Um das Schiff richtig kennen zu lernen, scheuten sich die Düsseldorfer Feuerwehrmänner nicht davor, den Nachwuchs mit auf Tour zu nehmen. 15 Kilometer Rheinabwärts und wieder zurück. Danach blieb keine Stelle auf dem großen Löschboot und dem kleineren Rettungsboot unbesichtigt. Im Anschluss an dieses Highlight und dem Mittagessen ging es weiter zur Firma Henkel. Dort sah die Jugendgruppe die Werkfeuerwehr. Fasziniert von den großen neuen Fahrzeugen probierten die Bad Driburger auch einmal das Düsseldorfer Strahlrohr aus. Plötzlich ertönte der Gong, spezielle Scheinwerfer gingen an: Einsatz für die Werkfeuerwehr Henkel. Das war etwas ganz besonderes für die Kameraden der Jugendfeuerwehr, so wie auch der ca 30 Meter hohe Teleskopmast der dann ausgefahren und erklärt wurde. Nachdem alle Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge ausführlichst unter die Lupe genommen wurde, ging es zurück nach Köln.
Am Mittwochvormittag hatten die Jugendlichen dann Zeit, sich in der Kölner Innenstadt Andenken oder andere Dinge anzusehen und zu kaufen.
Anschließend ging es zum Westdeutschen Rundfunk. Bei dieser Führung wurden diverse Studios in den zahlreichen Gebäuden in der Innenstadt gezeigt. So sah die Reisegruppe neben den Fernsehstudios der Lokalzeit aus Köln, des ARD-Morgenmagazins und dem der Sportschau verschiedene Aufnahmeräume für die Hörspielproduktion. Abends stand dann Schwimmen auf dem Programm. Im Aqualand zählten Rutschen, viele Schwimmbecken und eine Lasershow zu den Highlights. Nach spaßigen Stunden und einer kurzen Nacht ging es am Donnerstagmorgen zum Nürburgring in die Eifel. Bei einer Führung über das riesige Gelände bekamen die Nachwuchsretter das historische und moderne Fahrerlager, die Boxengasse, das Control Center, das Media Center, den Balkon für die Siegerehrung und vieles Weitere zu sehen. Im Anschluss daran hatten die Kameraden viel Spaß auf der Kartbahn am Nürburgring. So wurde die Gruppe in drei Altersgruppen aufgeteilt und der schnellste Fahrer gesucht. Zurück in der Rheinmetropole nahm die Jugendfeuerwehr an einem Geisterstadtrundgang teil, bei dem sie viele Mythen und Sagen über Köln kennenlernten.
Am Freitag hieß es dann, soweit noch nicht getan, Kofferpacken. Auf der Rückfahrt wurden dann noch einige spannende Stunden im Phanrasialand in Brühl verbracht. Am frühen Abend rollte der Bus dann wieder auf den Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses Bad Driburg. Mit dem Aufräumen des Busses endete diese interessante, informative und abwechslungsreiche Woche, die ohne unsere drei Jugendfeuerwehrwarte und unserem Busfahrer nicht hätte stattfinden können.

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