Ein Bericht von Florian Koch

Das Jahr startete für die Jugendlichen mit der Teilnahme an der Generalversammlung des Löschzuges Bad Driburg am 24.01.2014.
Am 25. Januar fand das alljährliche Einsammeln der Tannenbäume im ganzen Stadtgebiet statt. Dabei wurden gegen eine kleine Gebühr hunderte Christbäume eingesammelt und zum Bauhof gebracht. Während dieser Aktion wurden auch alle Einwohner Bad Driburgs mit Gelben Säcken versorgt.
Offiziell begann das Jahr für die Jugendfeuerwehr am 01.02. mit der Elternversammlung.
Um 15:30 Uhr eröffnete Jugendfeuerwehrwart Thomas Rüthers die Versammlung und begrüßte zunächst alle Anwesenden, insbesondere Bürgermeister Burkhard Deppe, den Sachbearbeiter für Feuerschutz Friedbert Mühlan, den Kreisjugendfeuerwehrwart Heinrich Mantel, Waldemar Garmenik und Andreas Rehermann von der Wehrführung, sowie Andreas Außel und Wolfgang Vecker als Vertreter der Löschzugführung.
Anschließend verlas Schriftführer Florian Koch den Jahresbericht. Nachdem Thomas noch etwas ergänzte, verlas Arne Hausmann den Kassenbericht.
Nach diesem Tagesordnungspunkt stellten die drei Jugendfeuerwehrwarte die Pläne für das angefangene Jahr vor. Hierbei standen die Fahrt zum IdF nach Münster und die Lehrfahrt nach Bremen im Vordergrund.
Anschließend wurden Chris Hetkämper, Andreas Kühlmann, Tobias Tölle sowie Steffen Klute aus der Jugendfeuerwehr verabschiedet, da sie das 18. Lebensjahr erreicht hatten. Den Vieren wurde die Traditionsnadel der Jugendfeuerwehr durch den Bürgermeister verliehen.
Hiernach sahen die Anwesenden einen multimedialen Jahresrückblick von Chris Hetkämper.
Nachdem den Jugendfeuerwehrwarten noch ein Geschenk der Kameraden überreicht worden war, hielten Burkhard Deppe, Heinrich Mantel, Waldemar Garmenik und Andreas Außel ihre Reden. Der Bürgermeister übergab den Jugendlichen eine Spende und betonte, wie wichtig die Jugendfeuerwehr für die Stadt sei. Der Kreisjugendfeuerwehrwart bewunderte die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Feuerwehr. Der Wehrführer hob die Zusammenarbeit zwischen den beiden Jugendfeuerwehren im Stadtgebiet hervor und der Löschzugführer stellte die Erfahrung, die die Jugendlichen während ihrer Zeit in der Jugendfeuerwehr sammeln in den Vordergrund.
Anschließend hatten die Eltern die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Dieses Angebot nahm niemand in Anspruch. Daher schloss Thomas um 17:50 Uhr die Versammlung.
Mit einem leckeren Imbiss endete dieser Nachmittag.
Am 02.03. unterstützte die Jugendfeuerwehr wie in jedem Jahr den Löschzug beim Verkauf der Eintrittskarten für den Karnevalsumzug in der Innenstadt.
In den Osterferien hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, am 17. April zum Institut der Feuerwehr NRW zu fahren.
Um 7 Uhr starteten die Jugendlichen zusammen mit der Jugendfeuerwehr Neuenheerse zum IdF, der Ausbildungsstätte aller Feuerwehrleute aus NRW. Während der Führung wurde neben dem 2,5 Hektar großen Übungsgelände mit Gebäuden und Straßen wie in einer normalen Stadt auch die neu erbaute Übungshalle besichtigt. Das Land Nordrhein-Westfalen investierte vor einigen Jahren in diese Hightech-Einrichtung, die im Mai 2007 eröffnet werden konnte. In dieser 11.000 Quadratmeter großen Halle können Feuerwehreinsätze aller Art realitätsgetreu simuliert werden. Dort findet man ein Labor, eine Tiefgarage, Wohnhäuser, Hochregallager und viele weitere Gebäude. So können Feuerwehrmänner- und Frauen Gefahrenlagen von mit Wasser vollgelaufenen Kellern, über Wohnungsbränden bis hin zu Chemielaborunfällen bewältigen. Nach dem Mittagessen im Hauptgebäude im Zentrum Münsters wurde noch dieses Gelände insbesondere der Fahrzeughalle besichtigt. Nach einem spannenden Tag starteten die Kameraden am späten Nachmittag die Heimfahrt und kamen gegen 18 Uhr in Bad Driburg an.
Am 14.06. fuhren die Kameraden, die im Jahr zuvor ihre Leistungsspange verliehen bekommen haben, zur Generalprobe nach Borgentreich. Selbst nahmen sie in diesem Jahr nicht teil, sahen aber bei der Probe der diesjährigen Teilnehmer zu.
Vom 14.-17. August fand dann das alljährliche Zeltlager auf Kreisebene statt.
Am 29.8. nahm die Jugendfeuerwehr am großen Zapfenstreich anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Kreisfeuerwehrverbandes in Brakel teil.
Am 19.09. wurde anlässlich der Einsatzübung mit dem Löschzug eine Großschadenslage bei der „Integ“, einer Behindertenwerkstatt in Bad Driburg, simuliert.
Ein weiteres Highlight war für die Nachwuchsretter eine Großübung mit vielen weiteren Jugendfeuerwehren und anderen Jugendhilfsorganisationen am 20. September. Bei der Firma FSB Schneider in Brakel wurde wegen eines Feuers Großalarm ausgelöst.
In der zweiten Woche der diesjährigen Herbstferien hatte das wochenlange Warten endlich ein Ende: Vom 13.-17. Oktober fand nämlich, wie in jedem Jahr, eine Lehrfahrt statt. In diesem Jahr führte die Reise in die Hansestadt Bremen.
Am Montag um 5:00 Uhr rollte der Bus in Richtung Norden. Auf der Fahrt machten die Jugendlichen Halt in Papenburg. Dort wurde die Meyer-Werft besichtigt, in der riesige Kreuzfahrt-, Fracht- und Forschungsschiffe gebaut werden. Nachdem ein Film über das Familienunternehmen geschaut wurde, sahen die Nachwuchsretter die Herstellung der Ozeanriesen. In der größten Baudockhalle der Welt war gerade die „Anthem of the seas“ in Produktion. Dort wurden einzeln gebaute Blöcke zu einem riesigen Koloss zusammengeschweißt. Nach der Vorstellung früherer Produkte endete die Führung. Im Ort wurde das Mittagessen eingenommen und die Fahrt ging weiter nach Bremen zur Jugendherberge, in der anschließend die Zimmer bezogen wurden. Im Anschluss an das Abendessen hatten die Kameraden Freizeit bis zur Nachtruhe um 22:00 Uhr.
Am Dienstag fuhren die Jugendlichen zum Fliegerhorst der Bundeswehr in Wittmund. Nach einem Einführungsvideo, indem ein normaler Arbeitstag an der Basis demonstriert wurde, lernten sie die Ausbildungswerkstatt für Elektroniker und IT-Systemelektroniker kennen. Im Anschluss daran fuhren die 10- bis 18-Jährigen mit dem Bus zum Flughafen der Bundeswehr, der ca. 7 km vom eigentlichen Standort entfernt liegt. Dort erklärte ein Mechaniker die grundlegende Technik des „Eurofighters“, dem momentan modernsten Militärluftfahrzeug. In der Kantine gab es Mittagessen und danach ging es zur Flughafenfeuerwehr. Die Fahrzeuge wurden vorgestellt und ausgiebig erklärt. Dabei hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, den Start eines Eurofighters sowie einer Maschine zur Zieldarstellung zu sehen. Anschließend fuhr der Bus wieder nach Bremen zur Jugendherberge.
Der Mittwoch begann mit einer Fahrt nach Bremerhaven. Dort nahmen die Lebensretter von Morgen an einer Hafenrundfahrt teil, bei der sie Reparaturdocks, Autofähren und andere Schiffe sahen. Danach stand dann ein Besuch im Klimahaus an. In diesem Museum werden verschiedene Klimazonen anhand von Kälte- bzw. Wärmekammern dargestellt. Außerdem erhielten die Jugendlichen Informationen zu Klimawandel und Klimaschutz. Am Nachmittag fuhren sie dann nach Tossen in ein Erlebnisbad. Dort verbrachte die Jugendfeuerwehr spaßige drei Stunden. Bevor es wieder zurück in die Hansestadt ging, suchten die 10-18-jährigen eine Pizzeria im Ort auf.
Am darauf folgenden Tag besuchte die Jugendgruppe das „Universum“, ein Museum, in dem es viele Exponate und Experimente zu den Themen „Mensch“, „Erde“, „Kosmos“ sowie der Sonderausstellung „Der Supermarkt der Entscheidungen“, in dem die Besucher ihren Entscheidungstyp anhand von Fragen zu diesem Thema herausfinden können, gibt. Anschließend hatten die Nachwuchsfeuerwehrleute Zeit in der Innenstadt Andenken oder Ähnliches zu kaufen. Nach diesem Programmpunkt und dem Abendessen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, an einem exklusiven Nachtwächter-Rundgang durch die Hansestadt teilzunehmen. Diese Führung schrieb das Jahr 1683. Ein Nachtwächter zeigte der Gruppe die damals wichtigsten Orte der Stadt, zum Beispiel das Rathaus, den Dom und den Hafen.
Am Freitagmorgen hieß es, soweit noch nicht getan, Koffer packen. Nach dem Frühstück rollte der Bus in eine weitere Hansestadt. In Hamburg besuchten die Nachwuchsretter das Miniaturwunderland in der Speicherstadt. In dieser weltweit größten Modellbahnausstellung verbrachten die Jugendlichen einen spannenden Vormittag. Neben den Bereichen einzelner Staaten und Regionen gibt es hier auch einen vollautomatisierten Flughafen, auf dem die Flugzeuge nicht nur auf dem Rollfeld frei fahren, sondern auch selbstständig starten und landen können. Nach der ca. fünfstündigen Rückfahrt erreichte der Bus Bad Driburg. Am Feuerwehrgerätehaus wurden die Kameraden der Jugendfeuerwehr schon von ihren Eltern erwartet.
Am 06.11. begleitete die Jugendfeuerwehr, wie in jedem Jahr, den St.-Martinsumzug des evangelischen Kindergartens mit Fackeln durch den Gräflichen Park.
Anlässlich des Tags der offenen Tür der Bad Driburger Großbäckerei Goeken Backen wiesen die Kameraden am 09. November den Autos ihre Parkplätze am Siedlerplatz zu.
Einen Tag später stand dann der nächste Martinsumzug auf dem Programm. Am 10.11. wurde erstmals der Umzug des St. Peter und Paul Kindergartens begleitet.
Am darauf folgenden Tag trafen sich die Jugendlichen erneut, denn es galt, den Martinsumzug des Südstadt-Kindergartens zu begleiten.
Wie in jedem Jahr nahm die Jugendfeuerwehr auch in Diesem am 16.11. als einzige Jugendgruppe an der Gedenkstunde zum Volkstrauertag am Ehrenmal in der Kapellenstraße teil.
Am 21.11. befüllten die 10-bis 18-jährigen Kameraden knapp 250 Sandsäcke, die zur Fixierung der Tannenbäume in der Innenstadt dienen.
Den Umzug zur Eröffnung des Adventsmarktes am 28.11. begleitete die Jugendfeuerwehr ebenfalls mit Fackeln durch die Innenstadt.
Vom 05.-06. Dezember fand die Weihnachtsfeier mit Übernachtung statt. Zuerst besuchten die Kameraden das Bad Driburger Kino und sahen den Film „Paddington“. Im Gerätehaus wartete schon das Abendessen, Pizza. Danach fand der Spieleabend statt, bei dem ein Quiz zu bewältigen war. Zum Frühstück fuhren die Jugendlichen in das Holzofencafe der Firma Goeken Backen.
Mit dem Verteilen von tausenden Wertstoffsäcken am 13.12. endete das Jahr für die Jugendfeuerwehr Bad Driburg.
Ein ganz besonderer Dank gilt unseren drei Jugendfeuerwehrwarten Thomas, Matthias und Arne, ohne die dieses spannende, lustige und informative Jahr nicht möglich gewesen wäre.

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