Ein Bericht von Florian Koch

Das Jahr startete für die Jugendfeuerwehr mit dem alljährlichen Einsammeln der Weihnachtsbäume am 19.01. Dabei wurden im ganzen Stadtgebiet gegen eine kleine Gebühr hunderte Christbäume eingesammelt und zum Bauhof gebracht.

Am 25.01. nahm die Jugendfeuerwehr an der Generalversammlung des Löschzuges Bad Driburg teil.
Offiziell startete das Jahr für die Jugendlichen am 26.01. mit der Elternversammlung.
Sie begann um 15:30 Uhr. Jugendfeuerwehrwart Thomas Rüthers begrüßte zunächst alle Anwesenden, insbesondere Bürgermeister Burkhard Deppe, den Sachbearbeiter für Feuerschutz Friedbert Mühlan, Waldemar Garmenik und Andreas Rehermann von der Wehrführung, sowie Andreas Außel und Wolfgang Vecker von der Löschzugführung.
Anschließend verlas Schriftführer Florian Koch den Jahresbericht. Nachdem Thomas noch einige Sachen ergänzte, verlas Arne Hausmann den Kassenbericht.
Nach diesem Tagesordnungspunkt stellten die drei Jugendfeuerwehrwarte die Pläne für das angefangene Jahr vor.
Danach wurden Moritz Gößling, Christoph Kühlmann, André Kurzen und Niclas Fornefeld aus der Jugendfeuerwehr verabschiedet, da sie das 18. Lebensjahr erreicht hatten. Die Drei überreichten den Jugendfeuerwehrwarten noch ein kleines Präsent.
Hiernach sahen die Anwesenden einen multimedialen Jahresrückblick von Chris Hetkämper.
Nachdem den Jugendfeuerwehrwarten noch ein Geschenk der anderen Kameraden überreicht worden war, hielten Burkhard Deppe, Waldemar Garmenik und Andreas Außel noch ihre Reden. Der Bürgermeister übergab den Jugendlichen eine Spende. Der Wehrführer plante eine Übung beider Jugendfeuerwehren im Stadtgebiet, bei der die Eltern zusehen können und anschließend alle mit Essen versorgt werden.
Anschließend hatten die Eltern die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Dieses Angebot nahm niemand in Anspruch. Daher schloss Thomas um 17:50 Uhr die Versammlung.
Mit einem leckeren Imbiss endete dieser Nachmittag.

Am 10.02. fand der Karnevalsumzug in Bad Driburg statt. An diesem beteiligte sich die Jugendfeuerwehr wie in jedem Jahr, indem sie dem Löschzug beim Verkauf der Eintrittskarten half.
Am 12.04. fand ein etwas anderer Dienstabend statt. Ein Internetexperte der Polizei informierte die Jugendlichen über die Gefahren im Netz.
Für den Tag der offenen Tür der Firma Leonardo in Herste am 1.6. baute die Jugendfeuerwehr einen Tag vorher die Feuerwehrzelte beim Glass-Cube auf, sowie nach der Veranstaltung wieder ab.
Am 07.07. fuhren die Jugendlichen, so wie etliche andere Feuerwehrleute aus dem Kreis Höxter nach Nieheim. Dort feierte der Löschzug sein 130-jähriges Jubiläum und lud zum Festumzug durch die Stadt ein. Nach einigen schönen Stunden trat die Jugendfeuerwehr den Heimweg an.
Ein weiteres Highlight fand am 12.07. statt. Zusammen mit den Kameraden des Löschzuges bewältigten die Lebensretter von morgen eine Einsatzübung am Hallenbad in Bad Driburg, bei der eine Chlorgasvergiftung dargestellt wurde.
Der 07.08. war für einige Kameraden ein ganz besonderer Tag: Es fand die Leistungsspangenprüfung in Bad Lippspringe statt, auf die sich die Jugendlichen monatelang fleißig vorbereitet hatten.
Am 28.09. renovierte die Jugendfeuerwehr, wie auch schon in den Jahren zuvor zwei Spielplätze in Bad Driburg. Dabei wurden die Sandkästen erneuert sowie mit neuem Sand befüllt und die Spielgeräte bekamen einen fröhlich, bunten Anstrich.
Ein weiteres Highlight des Jahres fand am 21.09. statt. Am Stausee in Neuenheerse wurde ein Flugzeugabsturz mit 20 vermissten Personen, einer Gewässerverschmutzung sowie brennenden Flugzeugteilen simuliert. Nachdem die Jugendfeuerwehren aus Bad Driburg und Neuenheerse mit Sondersignalen eintrafen, wurde schnell klar, dass sie alleine das Szenario nicht bewältigen können. Sofort wurde neben dem Jugendrotkreuz Bad Driburg und den Jugendfeuerwehren aus Altenbeken, Borlinghausen und Willebadessen auch eine Tauchereinheit der DLRG alarmiert. Nach einigen spannenden Stunden endete der Nachmittag mit einem kleinen Imbiss sowie einer Einsatznachbesprechung.
Am 12.10. fuhren einige Kameraden zu einer Betreuungsübung nach Borgentreich, bei der sie als Statisten für eine Evakuierung eines ganzen Dorfes fungierten.
Das lange Warten hatte ein Ende: Am 21.10 um 5 Uhr begann endlich die Lehrfahrt, die in diesem Jahr nach München führte. Nach einer ca. achtstündigen Fahrt erreichten die 23 Jugendlichen die Landeshauptstadt und besichtigten das Hauptwerk des LKW- und Busherstellers MAN. Dort sahen die Nachwuchsretter viele Schritte der Herstellung sowie das „Truckforum“ und das „Busforum“, in denen die Produkte ausgestellt und erklärt worden sind.
Nach diesem Programmpunkt rollte der Bus in Richtung Dachau weiter, wo sich die Jugendherberge befindet. Dort wurden die Zimmer bezogen und danach die Herberge erkundet.
Nach dem Frühstück am Dienstag fuhr die Jugendfeuerwehr nach München. Dort stand eine Werksführung des Automobilherstellers BMW auf dem Programm. Bei dieser Führung blieb kein Schritt vom Karosseriebau über die individuelle Lackierung bis hin zum Einbau der Sitze unbesichtigt. Nach dieser ca. zweistündigen Werksführung hatten die 23 Jugendlichen noch die Möglichkeit, sich in der „BMW- Welt“, in der Autos, Motorräder etc. ausgestellt werden, oder im „BMW- Museum“, in dem die Geschichte der Bayerischen Motorenwerke zu sehen ist, umzuschauen.
Am Dienstagnachmittag stand dann eine Stadtrundfahrt an. Nachdem der Stadtführer der Jugendfeuerwehr einige Sehenswürdigkeiten, wie das neue Rathaus, auf dessen Balkon schon oft die Meisterschaft des FC Bayern München gefeiert wurde, in der Innenstadt gezeigt hatte, fuhren die Lebensretter von morgen mit ihrem Bus zu weiter außerhalb liegenden Monumenten, wie der Allianz- Arena, der Theresienwiese, auf der noch letzte Spuren des Oktoberfestes zu sehen waren und dem Olympiapark, in dem 1972 die Olympiade ausgetragen wurde. Nach ca. vier sehr informativen Stunden fuhren die Jugendlichen wieder zurück nach Dachau zur Jugendherberge.
Am Mittwochmorgen fuhr die Jugendfeuerwehr zum Franz-Josef-Strauß-Flughafen. Nach einigen Minuten auf der neu erbauten Aussichtsplattform mit Blick auf die Lande- und Startbahnen sowie dem Rollfeld, nahmen die Jugendlichen an einer Führung über das komplette Gelände teil. Dort sahen sie neben vielen Terminals und Flugzeugen auch die Flughafenfeuerwehr. Auf der Wache Nord, der kleineren der beiden Feuerwachen, wurde den Jugendlichen viel über die Einsätze, Fahrzeuge und Übungen erzählt. Ein besonderes Highlight waren die großen Flughafenlöschfahrzeuge, die mit mehr als 10.000 Liter Wasser ausgestattet sind. Am Nachmittag fuhren die Kameraden dann schwimmen. In der „Erding- Therme“ mit insgesamt 20 Rutschen verbrachten sie spaßige vier Stunden.
Am Donnerstag besichtigten die Jugendlichen ein Salzbergwerk in Berchtesgarden. Dort wurde den Nachwuchsrettern in einigen hundert Metern Tiefe viel über den Salzabbau erzählt. Einige Höhepunkte der Führung waren eine Eisenbahn, eine Rutsche, eine Lasershow und eine Schifffahrt in einer mit Wasser gefüllten Salzgrube. Anschließend ging es knapp zwei Kilometer über den Meeresspiegel. Auf einem Berg in Berchtesgarden befand sich die ehemalige Sommerresidenz von Adolf Hitler. Auf dem Berg ist neben einem Restaurant auch eine Aussichtsplattform mit einem einzigartigen Blick über die Stadt.
Am Freitagmorgen hieß es dann schon wieder Kofferpacken. Dann fuhr die Jugendfeuerwehr noch in die Münchener Innenstadt. Dort hatten die Jugendlichen viel Zeit, um sich Andenken oder andere Dinge zu kaufen. Anschließend stand die Rückfahrt an. Um ca. 23 Uhr erreichten die 23 Kameraden ihre Heimat. Am Feuerwehrgerätehaus, an dem schon die Eltern warteten, endete die spannende Fahrt mit dem Ausräumen des Busses.
Beim Stadtgebietsweiten „Einsatz- Tag“ am 02.11., bei dem mehrere Einsatzszenarien geübt worden sind, halfen zwei Kameraden, indem sie verletzte Personen spielten.
Am 08.11. begleitete die Jugendfeuerwehr den Laternenumzug des evangelischen Kindergartens durch den Bad Driburger Kurpark.
Am 10.11. waren die Jugendlichen beim Tag der offenen Tür der Bad Driburger Großbäckerei Goeken Backen für die Parkplatzeinweisung zuständig. In zwei Schichten teilten die Nachwuchsretter den Autos ihre Parkplätze zu.
Am darauffolgenden Tag, den 11.11., begleitete die Jugendfeuerwehr einen weiteren Martinsumzug mit Fackeln durch die Südstadt.
Wie in jedem Jahr nahmen die Jugendlichen am Volkstrauertag an einer Gedenkstunde am Ehrenmal in der Kapellenstraße teil.
Ein ganz besonderer Tag war auch der Nikolaustag. Nachdem die Lebensretter von morgen den heiligen Mann vom Bahnhof bis zur Stadtkirche mit Fackeln begleiteten, richteten die Jugendlichen im Gerätehaus ihre Schlafplätze ein. Es fand nämlich ebenfalls am 06.12. die Weihnachtsfeier statt. Die Jugendfeuerwehr fuhr nach Bad Lippspringe ins Schwimmbad und übernachtete im Feuerwehrgerätehaus. Nach einem Frühstück am nächsten Morgen endete das aufregende Jahr für die 10-18-jährigen.

Ein ganz besonderer Dank gilt unseren drei Jugendfeuerwehrwarten Thomas, Matthias und Arne, ohne die dieses Jahr nicht möglich gewesen wäre.

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