Ein Bericht von Florian Koch,
Bad Driburg, den 21.10.2017

Gestern fand bei uns ein ganz besonderer Dienstabend statt:
Wir fuhren zusammen mit unseren Ausbildern nach Bielefeld zum Luftrettungszentrum „Christoph 13“.
Dort besichtigten wir den für unsere Region zuständigen Rettungshubschrauber, der vom Bundesinnenministerium betrieben wird.
Im Falle eines Einsatzes wird der Hubschrauber von einem Piloten der Bundespolizei, einem Notfallsanitäter der Berufsfeuerwehr Bielefeld und einem Notarzt der Bielefelder Kliniken – meistens einem Anästhesisten – besetzt.
Der Flugbetrieb ist von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, da der Pilot auf Sicht fliegen muss.
Nachts, bei schlechtem Wetter und für Einsätze im Nahbereich besetzt die medizinische Crew (Notfallsanitäter und Notarzt) außerdem ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF).
Nach Anlassen der Triebwerke hebt der Helikopter rund zwei Minuten nach Alarmierung ab und kann dann in Luftlinie und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h den Einsatzort schnellstmöglich anfliegen.
Hauptsächlich versorgt der Christoph 13 jeden Patienten, der im Umkreis von 50 km Hilfe von der Luftrettung benötigt. In Ausnahmefällen fliegt der Eurocopter auch weiter entfernte Einsatzorte an.
Er wird fast ausschließlich für die Primärversorgung von Schwerverletzten eingesetzt.
Das heißt, er transportiert den Patienten von der Unfallstelle in eine für ihn geeignete Klinik.
In ganz dringenden Fällen findet auch eine Sekundärversorgung – also eine Verlegung von einem Krankenhaus in ein Anderes – statt.
Der Hubschrauber ist ähnlich ausgestattet wie ein Rettungswagen, allerdings ist es in ihm viel enger und verfügt aufgrund des zulässigen Fluggewichts von nur drei Tonnen nur über die wichtigsten Geräte.
Nachdem uns die Notfallsanitäter Thorsten Elsner und Henning Herlemann – unterbrochen von drei NEF-Einsätzen – alles rund um den Hubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135 erklärt haben, sahen wir uns noch den Flugplatz an und die beiden Feuerwehrbeamten thematisierten, wie die Anfänge der Luftrettung aussahen und wie man Teil der Crew werden kann.
Wir möchten uns noch einmal bei Thorsten und Henning für diesen Abend bedanken und freuen uns jetzt auf die anstehende Lehrfahrt nach München, von der wir natürlich auch hier berichten.

 

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